Blog / 22. Mai 2025

Mein Arbeitstag auf der Pflege­fort­bildung des Westens beginnt

Gleich zweimal im Jahr verlagert sich mein Arbeits­platz vom Büroschreib­tisch am Barba­ros­sa­platz hinter die Kongress­bühne in der Friesen­straße: Im Spätherbst während des Inter­dis­zi­pli­nären WundCon­gresses (IWC) bezie­hungs­weise im Frühjahr zur Pflege­fort­bildung des Westens. Dann mutiere ich für kurze Zeit zum Bühnen­tech­niker und gegebe­nen­falls sogar zum Regisseur.

So natürlich auch in diesem Jahr. Und jetzt nehme ich dich kurz mal mit auf dem Weg zu meinem tempo­rären Arbeits­platz. Ort des Geschehens: Die Sartory Säle, eine stadt­be­kannte und geschichts­trächtige Event-Location in Köln. Es ist der 22. Mai 2025 und heute findet die Pflege­fort­bildung des Westens statt.

Marco Di Bella
Früh morgens vor den Toren der Sartory Säle – und nirgendwo ist ein Kaffee in Sicht.

Warum ich hier so grummelig drein­schaue? Als ich dieses Selfie gemacht habe, standen die Zeiger der Uhr gerade auf Viertel vor sechs. Die Nacht war kurz, meine Frau (sie ist im Rahmen der Kongress­or­ga­ni­sation tätig) und ich waren da bereits seit vier Uhr früh auf den Beinen – und jetzt natürlich wieder einmal die aller­ersten vor Ort. Abgesehen davon habe ich noch viel zu wenig Koffein im Blut.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Damit sich auch keiner verläuft: Hinweis­schilder für die Besuche­rinnen und Besucher der Pflege­fort­bildung des Westens.

Kaum haben uns die Mitar­bei­tenden der Sartory Säle die Pforten geöffnet und für Beleuchtung gesorgt, geht es auch schon los: Erst einmal die beiden Aufsteller mit den Weghin­weisen für die Teilneh­menden vor die Türen platzieren: Referie­rende und Aussteller nehmen den linken, sonstige Teilneh­mende den rechten Eingang.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Der Anmel­de­be­reich für reguläre Teilneh­mende.

Weiter geht es durch den Eingangs­be­reich: Hier stehen bereits die Theken, an denen in circa zwei Stunden Kollegen das Publikum der Pflege­fort­bildung in Empfang nehmen und ihnen Namens­schilder als Teilnah­me­le­gi­ti­mierung austeilen. Der Bereich wurde am Vortag weitest­gehend von meiner Frau und mir aufgebaut und einge­richtet; die letzten Details überlassen wir dann den Kolle­ginnen und Kollegen, die hier in etwa zwei Stunden übernehmen. Durch die Tür links kommt man im Übrigen zum Infopoint und zum separaten Anmel­de­be­reich für Referie­rende und Aussteller.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Hinter der Anmeldung: Die Taschen­ausgabe im Eingangs­be­reich.

Hinter der Anmeldung befindet sich eine weitere Theke, an der (bereits gut gefüllte) Kongress­ta­schen an die Teilneh­menden ausge­händigt werden. Darüber hinaus erhalten die Teilneh­menden hier die Lanyards für ihre Namens­schilder und können sich, wenn sie es denn mögen, ein gespon­sertes Getränk mitnehmen. Hierfür stehen insgesamt drei Geschmacks­rich­tungen zur Verfügung – Kaffee ist leider nicht darunter.

Den Eingangs­be­reich hinter uns lassend gehen wir jetzt durch das Haupt­foyer. Vor allem in den Pausen werden sich hier voraus­sichtlich die meisten Teilneh­menden aufhalten. Das liegt zum einen an dem Catering (zum Mittag gibt es lecker Kartof­fel­suppe), dass hier dann aufgebaut sein wird, und zum anderen an den Ausstellern, die hier ihre Stand­flächen haben.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Da liegen sie in Reih‘ und Glied: Ein paar von mir gestaltete Druck­pro­dukte.

Apropos Ausstellung: Am noch nicht final einge­rich­teten Stand der PWG-Seminare erblicke ich eine Sammlung von mir erstellten Broschüren und Foldern, wie beispiels­weise den FIP-Flyer. Die eigenen Arbeiten – sie verfolgen einen auf Schritt und Tritt…

So, jetzt aber zügig durch das Haupt­foyer, dann über die Treppe in den ersten Stock und quer durch das obere Foyer zu unserem Ziel: Den Bühnen­eingang des Ostermann-Saals. Für Inter­es­sierte: Der kleinere der beiden Säle im Hause Sartory wurde benannt nach Willi Ostermann, einem Kompo­nisten und Texter von Heimat- und Karne­vals­liedern haupt­sächlich in Kölscher Mundart.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Blick in die Technik mit dem Regie­be­reich für die Präsen­ta­tionen etc.

Und da wären wir – das ist mein heutiger Arbeits­platz. Den habe ich zusammen mit einem geschätzten Kollegen von Sartory, mit dem ich gemeinsam den heutigen Tag bestreiten werde, am Vortag bereits aufgebaut und vorbe­reitet (wir sind da schon recht gut einge­spielt). Wenn alles nach Plan läuft, werden wir in wenigen Stunden von hier aus die Referie­rende mit Mikros und Presenter versorgen und Power­Point- und Video-Präsen­ta­tionen einspielen.

Das hier so viele Rechner aufge­stellt sind, hat übrigens seinen guten Grund: Seit einigen Jahren findet im Rahmen der Pflege­fort­bildung des Westens ein sogenanntes „Innova­ti­ons­forum“ statt: Das heißt, zwischen 11:00 und 13:00 Uhr werden 12 Unter­nehmen, verteilt auf drei Vorstel­lungs­runden, eine Produkt­neuheit präsen­tieren.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Blick auf den Technik­be­reich von der Bühne aus. Gut zu erkennen: Der Counter.

In den Vorstel­lungs­runden wird es dann auch stres­siger – denn dann heißt es in jeder Runde: Viermal kurz hinter­ein­ander letzte Instruk­tionen an die Präsen­ta­toren richten (und eventuell gut zureden, so manch einer stand noch nie auf einer Bühne), Mikro und Presenter verteilen, Präsen­tation und Counter starten, eventuell eingreifen, wenn die Präsen­tation nicht so recht will. Und kurz danach dann Präsen­tation wechseln, Counter zurück­setzen, Mikro und Presenter wieder in Empfang nehmen (oder von der Bühne einsammeln) – und das Spiel beginnt wieder von Neuem.

Für die einzelnen Pitches haben die Presen­ta­toren im Übrigen nur jeweils zweieinhalb Minuten Zeit. Ein Counter, der sowohl von den Präsen­ta­toren als auch vom Publikum einge­sehen werden kann, zeigt die noch verblei­bende Redezeit an – nach deren Ablauf wird gnadenlos abgewürgt.

Pflegefortbildung des Westens 2025
Auf der Bühne: Die Beamer­prä­sen­tation läuft auch schon.

Inzwi­schen ist auch der Beamer warmge­laufen und die Begrü­ßungs­prä­sen­tation, an der ich die letzten Tage noch gefeilt habe, verrichtet zuver­lässig ihren Dienst. Kurz noch einmal die E‑Mails checken – es könnte ja durchaus sein, dass der ein oder andere Referie­rende auf diesem Wege (und damit auf dem aller­letzten Drücker) ihre Präsen­ta­ti­ons­da­teien nachreichen (wahrschein­licher ist aber, dass viele inmitten der Veran­staltung mit einem Stick in der Hand fuchtelnd bei mir auflaufen).

Ansonsten stehen heute früh im Wesent­lichen nur noch letzte Sound­checks an. Und nun heißt es die Plätze einnehmen und auf die Dinge warten, die da kommen.

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Da sitze ich nun mit meinem geschätzten Kollegen von Sartory (der es aber nicht leiden kann, wenn man ihn aufnimmt – meine Frau hat es trotzdem getan :P).